Geschichte
1993 - Die Entstehung
(oder: "Wie alles begann")
Die heutige bestehende Clique "Bauwagen" waren zur Urzeit eigentlich mehrere Cliquen. Es ist natürlich mühselig, aus seinem Erinnerungsvermögen alle Geschichten richtig wieder zu geben. Um mögliche Fehler zu vermeiden, werden wir auf die Anfangszeiten nur oberflächig eingehen.
Da gab es ein Grundstück in der Nähe der Grillhütte in Berstadt. Auf diesem Stück waren Rohre (irgendwelche ausgedienten Maste aus Beton) übereinander gestapelt. Ein geniale Sitzmöglichkeit und Sonnenbank (natürlich nur im Sommer), hier traf man sich nun. Und schon war der Name perfekt: "die Rohr´n". Später wurde ein Wohnwagen angeschafft.
Als Kappo´s Hausbau im Jahre 1993 fertig war, wollten 2 Cliquen den Bauwagen erwerben. Man einigte sich schließlich darauf, den Bauwagen an die "Rohrn" zu stellen und der anderen Clique den Wohnwagen zur Verfügung zu stellen. Nach kurzer Zeit stand der Wohnwagen allerdings auch wieder bei den Rohren. Folgendes Bild entstand: 1 Bauwagen, 1 Wohnwagen und aus 2 wurde 1 Clique.
1994
- Der erste Brand
(oder: "Das Jahr der Schweineparty")
Der Wohnwagen brannte 1994 völlig ab und der Bauwagen war innen schwarz geräuchert. Auf die ganzen Einbrüche möchte ich hier gar nicht eingehen, es ist einfach zu nervig. Der Bauwagen wurde renoviert und der Wohnwagen entsorgt.
Einige von uns feierten 1994 eine große Geburtstagsfete an der Grillhütte. Es wurden 900 Liter Flaschenbier organisiert und eine Berstädter Rock DJ Legende sorgte für den nötigen Beat. Es war so eine alte legendäre Grillhüttenparty wie sie früher öfters stattgefunden haben. Das edle Getränk wurde in alten Badewannen, mit der Aufschrift "Schweineparty", gekühlt.

In den "Urlaub" fuhren wir auch gemeinsam. In Gedern wurde der Zeltplatz unsicher gemacht. Dieser Zeltplatz war eine Ansammlung von partywütigen Chaoten, hier konnten wir eigentlich gar nicht auffallen, wir schafften es trotzdem! Legendär waren unsere Technobeats quer über den See. Auf diesem Zeltplatz konnte man sich sogar tätowieren lassen.
1995 - Das Jahr der Krankenhausbesuche
Nach drei Tagen Silvester Party beim Thorsten fuhren wir direkt in den "Ski Urlaub" nach Ulrichstein. Schnee gab es dort genug. Direkt am Berg neben unserem Haus wurde von unseren Eismeistern eine Eisbahn errichtet. Keine gut Idee, denn die Kinder im Feriendorf weckten uns am nächsten morgen mit ihren Schlitten. An einem Mittag bekamen wir Besuch von unserem Bommi, der hatte einen LKW Reifen im Gepäck. Dieser wurde hinten am Justy befestigt, alle "sprangen" auf und ab gings. Zum Schneemann bauen waren wir zu faul, also wurde einer vom Nachbarn "geliehen".
Im Februar blieb ein Auto auf der Straße oberhalb des Bauwagens mit einem Platten liegen. Wir wollten ihm helfen den Reifen zu wechseln, dabei fuhr ein anderes Fahrzeug hinein. Drei Leute von uns wurden zum Teil schwer verletzt. Der Bauwagen war nun meistens in Krankenhäuser (entweder als Besucher oder als Patient) anzutreffen.
Auch dieses Jahr ging es wieder zum Zelten an den Gederner See. Ein paar Leute aus Wölfersheim und vom Kadult aus Obbornhofen fuhren auch mit. Es war die Zeit im Zeichen des Blitzes, unsere "Böhsen Opelz" pflügten den Rasenparkplatz. Dies gefiel dem Platzwart und dem Front Spoiler von einem Manta nicht so gut. Leider mussten 2 Leute den Platz nach kurzer Zeit wieder verlassen und auf dem Rückweg passierte noch ein Unfall. Und wie in diesem Seuchenjahr üblich, wieder einmal Krankenhaus!
1996 - Der Umzug
(oder:
"Die Entstehung der Freitagsmüdigkeit")
Das Grundstück auf dem der Bauwagen stand wurde verkauft. Wir mussten umziehen. Das alte Vordach wurde abgerissen und der Bauwagen wurde an seine neue Wirkungsstätte geschleppt. Ein neues Vordach wurde errichtet und eine neue Feuerstelle ausgegraben. Der Bauwagen steht bis zum heutigen Tag (falls er nicht gerade geklaut wird) an dieser Stelle.
In Berstadt gab es zu dieser Zeit auch noch einen weiteren Bauwagen. Aber getreu dem Motto "Es kann nur einen geben" fusionierten wir miteinander. Der größte Teil dieser Clique hat bis heute zusammen- und durchgehalten. (Anmerkung: Lars, warum hast Du als die Hand vorm Gesicht? "Ich kann die bleede Gesichter net mehr sehn" :-).
Ein weiteres starkes Stück Bauwagen-Geschichte begann 1996: "Der Donnerstags-Stammtisch". Im Berstädter Hof gab es, unter der Leitung von Margrit, neuerdings am Donnerstag "Mack Bier". Da die meisten zu dieser Zeit in der Ausbildung waren oder noch die Schulbank drückten, war dies natürlich ein gefundes "Fressen". Es empfiehlt sich also, die BW´ler freitags morgens lieber in Ruhe zu lassen. Den Donnerstags-Stammtisch gibt es nämlich immer noch, zwar in einer anderen Kneipe ... (aber dazu später).
1997
- Ballermann im Vogelsberg
(oder: "Schlager??? Irgendwann kriegen wir Euch
alle !!!")
Relativ spontan und kurzfristig entschlossen sich 6 Leute von uns im Sommer nach Ulrichstein in den Ferienpark Burgblick zu fahren, zu mehr hatte es bei unseren schmalen Gehältern nicht gereicht . Es war die Zeit wo der Ballermann und Ballermann Party´s noch richtig IN waren. Also hatten wir auch schnell ein Motto gefunden: Ballermann im Vogelsberg! Angekommen in U-stein, wurde erst mal Nahrung gekauft. Der Getränkehändler hätte sich glücklich schätzen können, wenn jeder Ulrichsteiner einen so hohen pro Kopf Verbrauch alkoholischer Genußmittel hätte. Beim 2. Mal empfing er uns mit einem breitem Grinsen und einem $ Zeichen in den Augen und irgendwann kam von ihm die Frage: "Wieviel Leute seid Ihr denn?" Antwort: 6 !!! Auch der ortsansäßige Supermarkt war in Sachen Sangria schnell geplündert, also mussten wir auf Lambrusco umsteigen. Aber das sind die Touristen aus dem kleinen geselligen Ort am Rande der Wetterau schon längst gewohnt. So, nun hatten wir alles: Getränke, Eimer, saugute Laune, Sonne und sogar ein Planschbecken. Dieses Becken sollte unser Strand werden. Es fehlte der Sand, woher nehmen wenn nicht stehlen? Klar, in einem Baumarkt! Kein Problem, aber wo ist um U-stein ein Baumarkt. Wir Berschter sind durch unseren Fachmarkt einfach zu verwöhnt in solchen Sachen. Nach vielen Kilometern durch den Vogelsberg fanden wir aber doch einen Baumarkt. Kinderspielsand? Ja, das ist doch genau das richtige für uns! So saßen wir nun in unserem Becken voll Sand, die Musik dröhnte und die Eimer wurden mittels Strohhälme geleert. Bis der Geschäftsführer des Parks plötzlich auftauchte, aber es war ja schönes Wetter und seine Laune schien dementsprechend gut. Beim Vorbeilaufen meinte er nur: "Naja, Musik inspiriert". Sachen gibt´s! Bei der Rezeption wurden wir nur noch so empfangen: "Accccchhhhh, die Herren aus Haus 13". Es gibt unzählige Geschichten über diesen Urlaub, doch die sollen da bleiben wo sie hingehören, als Erinnerungen bei einer geselligen Bauwagen Runde. Eines ist auf jeden Fall hängen geblieben, die Musikrichtung. Ich glaube in keiner anderen Jugendclique wird soviel Schlager- und Partymusik gehört, wie bei uns. Für Fremde hört sich das vielleicht ein bißchen komisch an, aber wer es einmal miterlebt weiß von was ich spreche. IRGENDWANN KRIEGEN WIR EUCH ALLE !!! Schlager Move Berstadt

1998 - 5 Jahre Bauwagen
Berstadt
(oder: "Wie feiert man richtig in den 1. Mai")
Das Jahr in dem wir 5 wurden, daß musste natürlich gebührend gefeiert werden. Am 15.08.1998 feierten wir eine Ballermannparty an der Grillhütte. Es war für alles gesorgt: Musik vom Timo, Bier vom Faß, Sangria aus Eimern, herrliches Wetter,... . Es konnte gar nichts schief gehen und es ging auch nichts schief. Von den "Besuchermassen" waren sogar wir beeindruckt. Also ein voller Erfolg! Das dicke Ende kam eine Nacht später, da brannte nämlich unser Bauwagen lichterloh. Viele Einbrüche und einen Brand hatte der "Alte" verkraftet, doch dies war das Ende. Wir zeigten großen Zusammenhalt und nach ein paar Wochen glänzte ein neuer Bauwagen. Bis tief in die Nacht wurde gezimmert, aber es hat sich gelohnt.

Auch 1998 hatte U-Stein keine Ruhe vor uns. Wir fuhren 2 mal in den Vogelsberg, dieses Mal nahmen wir uns auch ein Souvenier mit. Der U-Stein liegt noch immer am Bauwagen, es ist ein Stein mit der Aufschrift U-Stein.
Unsere Ausdauer und unser Sitzfleisch bewiesen wir wieder einmal am 1. Mai bei Klein´s im Garten. Mehrere Tage wurde gefeiert, wir wollten gar nicht mehr da weg. Aufbauen fürs Aufbauen, Aufbauen, den eigentlichen 1. Mai Tag feiern, Aufräumen, Aufräumen vom Aufräumen, usw...
Ein weiterer Kult beginnt im Juni1998, die traditionelle BW Pool Party an Fronleichnam bei Koppes.
Das chaotischste Silvester in unserer Geschichte feierten wir 1998 in den Katakomben im Berschter Hof. Das Ende vom Lied: die Kloschüssel war im Eimer, im wahrsten Sinne des Wortes!!!
1999
- Berscht ist das geilste Kaff der Welt
(oder: "Das Ende der Jugendrebellion")
Wer bis hierher gelesen hat, denkt sich wahrscheinlich: "Außer saufen nix gewesen". 1999 bewiesen wir das Gegenteil und integrierten uns immer mehr in dem Berstädter Vereinsleben.
In Berstadt haben außergewöhnliche Vereine schon Tradition. Neben dem Schläferclub, den Zwiebelzüchtern, dem Tabakzuchtverein, einem Stammtisch Feuchte Furche oder ähnlichem fällt ein Bauwagen gar nicht so aus der Reihe. Ein weiteres Phänomen in Berstadt ist, das Jung und Alt prima miteinander auskommen, zusammen feiern und sich gegenseitig helfen. Uns wurde auf jeden Fall immer große Aufgeschlossenheit und Vertrauen entgegengebracht. Ich glaube das viele Berstädter auch ein Stückchen Stolz sind auf "Ihren" Bauwagen. In welchem Ort sind noch so viele junge Leute bei Grillfesten, Kirmessamstagen oder sonstigen Veranstaltungen anzutreffen wie in Berstadt, man kann eigentlich immer mit einem Bauwagen-Tisch rechnen. Des Weiteren sind die meisten von uns auch beim KSV, beim TV06 oder bei der Feuerwehr aktiv dabei.
Bei dem 25jährigen Bestehen vom Schläferclub übernahmen wir eine Nachtwache und zapften bei der Helferfeier.
Über Ostern fuhren wir in den Ferienwohnpark Kirchheim. Bei Karaoke wurde ein Schlager Hasser zum Schlager König erkoren, aber Ihr wisst ja, irgendwann kriegen wir sie alle. Wir hatten schönes Wetter und einen "lustigen" Nachbarn.
Im Sommer fuhren wir nach Spanien, und zwar ging es mit einem Bus nach Cambrills. So wurde unser Bauwagen auch international bekannt. Die netten Spanier vom Pay-Pay (ein Bistro in der Nähe) staunten nicht schlecht über unseren gewaltigen Durst (es war ja auch heiß) und sie fragten uns: Wo schüttet Ihr das ganze Zeug hin? (natürlich nur sinngemäß, denn es war spanisch, englisch und mit Händen & Füßen). Unser spanischer Wortschatz war mit "Ola" und "Cervesa con cola" eigentlich schon ausreichend. Empfehlenswert sind die katalanischen Grill-Restaurants mit offenem Feuer aus Holz in der Gegend (lecker!).

1999 waren wir auch das erste Mal bei den Kirmesburschen mit dabei. Legendär waren die Arthur Mützen und die T-Shirts mit einem Rechtschreibfehler. Die KB-Farben waren rot und gelb.

Die Milleniumsfeier fand wieder in den Katakomben im Berschter Hof statt. Leider gab es am nächsten Tag ein paar Meinungsverschiedenheiten über die Reinlichkeit des Fußbodens und es hat wirklich nicht schlimm ausgesehen. Wir kamen uns verarscht vor und waren nicht mehr gesehen.
2000 - Die längste Nacht
der Welt
(oder: "Das Jahr des Bauwagen Berstadt Music-Team")
Durch die Ereignisse an Silvester, verlegten wir unseren Donnertags-Stammtisch bei die Christel in die Brück´. Dort entstand auch ein Stammtisch Wimpel.

Die Faschingswochen waren natürlich wieder die Höhepunkte im Frühjahr. Nach der Herrensitzung, dem Weiberfasching, dem Kappenabend, der Faßnacht am Bauwagen, 2 Faschingsumzügen und natürlich die gelungene Prunksitzung in der MZH, hatten wir Fasching 2000 ausgiebig gefeiert. Ausnahme war unser Ballkünstler Fitz, er begnügte sich mit einem Gips und einem Bett im HWK Bad Nauheim.
Am 26.Mai 2000 bewirteten wir die Gäste bei der Hochzeit von Dani und Bombek, es war auf jeden Fall ein feucht fröhlicher Thekendienst (*sing* Und die Theke die macht Stimmung).
Die Musikabteilung des Turnvereins feierte im Juni das 50jährige Bestehen, an diesem Fest übernahmen wir wieder eine Nachtwache. (Eihjeihjeihjeih BLASMUSIK in Berstadt)
Im Sommer fuhren wir ein weiteres Mal nach Spanien, diesesmal nach Empuria-Brava. Und wie es das Schicksal wollte, wieder eine Kneipe mit den Initialen PP. Diesmal hieß es nicht Pay-Pay sondern Pago-Pago, eine Cocktailbar im Zentrum. Nach ein paar Coktails und ein paar Sangrias (da war nicht nur Wein drin) wollten wir, eines Abends, die Stranddisco besuchen. Einer von uns wurde von der Security zu einer kleinen Joggingrunde zur Ausnüchterung verdonnert, wir kamen aber schließlich doch alle rein. Bekanntschaft schlossen wir mit ein paar Bonnern, die auf Ihrer Abi-Fahrt waren. Auf der Heimreise hatten wir noch einen Crash in Frankreich, mit einem Holländer und einem Dänen (international). Aber es war Gott sei Dank nur Blech, was kaputt ging.
Die Kirmes war in diesem Jahr etwas ganz besonderes, es war die Geburtstunde des Bauwagen Music Team. Mehrere interne Partys wurden schon von uns per Mischpult beschallt, dies hatte sich herumgesprochen. Und so wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten den Kirmessamstag zu gestalten. Gesagt - Getan. Für das erste Mal vor größerem Publikum hatten wir den Abend ganz gut im Griff. Die Stimmung war klasse und wir zufrieden. Natürlich machten wir auch wieder bei den Kirmesburschen mit. Wir hatten blaue T-Shirts mit der gelben Aufschrift: "Ho mir ma ne Flasche Bier".
Die lange Nacht in Berstadt fand immer in der Gaststätte zur Paula statt, diese Kneipe drehte bereits 1998 die Hähne nach oben. 2000 wollten wir diese Tradition wieder aufleben lassen. Wir suchten ohnehin nach einer Möglichkeit uns bei den (uns nahestehenden) Vereinen zu bedanken. Hier passte eines zum anderen und wir luden zur 1. langen Nacht am Bauwagen ein.
Silvester 2000 wurde in den heiligen Hallen der ehemaligen Gaststätte zur Paula gefeiert. Und es scheint wohl an den erwürdigen Fliesen zu liegen, denn jede Party dort oben ist ein Erfolg. Ein paar von uns wollten gar nicht mehr heim gehen, sehr zum Verdruß der Schlüsselmeisterin. Einige Zeit später wurden sie dann "höflich" aufgefordert zu gehen. Es gibt sogar Gerüchte, das in dieser Nacht noch Drohbriefe gegen die Schlüsselmeisterin formuliert wurden :-).
2001 - Der Bauwagen geht
online
(oder: "die ersten Hochzeiten")
Im März verabschiedeten wir gleich 2 Männers aus dem heiligen Stand des Junggesellen. Auf jeden Fall haben sich beide für den Nachwuchs eingesetzt. Zur Geburt schenkten wir Strampler mit dem Bauwagen Logo. Die Auffahrt für den Kinderwagen und eine Krabbelstube wurden allerdings am Bauwagen bis heute nicht errichtet.
Im Mai war großer Streicheinsatz in Berstadt. Wir unterstützten den AKD beim Streichen des Wartehäuschen und der Bänke auf dem Tanzhof.
Der Bauwagen geht online. Unter www.bauwagen-berstadt.de findet man nun die offizielle Bauwagen Internet Homepage. Durch das Internet erfuhren wir auch, das wir nicht alleine sind. Unzählige Bauwagen tummeln sich im Internet. So entstand auch die erste Bauwagenfreundschaft mit Breungeshain.
Im Juni feierte die Jugendfeuerwehr ihr 25 jähriges Bestehen. Der Tag begann mit einem Gaudi-Turnier. Es nahmen 6 Mannschaften teil und der Bauwagen belegte einen hervorragenden 2. Platz. Erster wurde der KSV Berstadt. Der Tag endete mit einer Schlagerparty mit dem Bauwagen Musik Team im Gerätehaus.

Im Sommer wurde unser Vordach ein wenig erweitert, denn wir lassen keinen im Regen stehen. Dies war der Anlass für unser Sommerfest am Bauwagen, es wurde auch gleichzeitig ein Freundschaftstreffen mit dem BW Breungeshain.
Im September endete leider eine Bauwagen Tradition, nämlich das Kegeln beim Dilo. Hier trafen wir uns unregelmäßig des öfteren zum Kegeln. Aber nicht nur das, es war auch eine unserer Stammkneipen, viele lustige Stunden durften wir in diesem Lokal erleben. (*sing* Wir kommen alle, alle, alle, alle wieder am Kirmesmontag,...)
Der Kirmesbaum wurde aus Solidarität wegen der Anschläge am 11. September mit einer Deutschland- und einer US- Flagge geschmückt. Unsere "Uniform" war grün und mit silberner Schrift war der Kirmes-Tourneeplan aufgedruckt. Als Kopfbedeckung trugen wir schwarze Melonen. Am Kirmessamstag legten wir zum zweiten Mal auf. Wir waren auf unserem Höhepunkt angelangt, die Stimmung war bombig. Noch an diesem Abend stellten wir fest, daß wir nichts mehr verbessern können und beschlossen ein Stück kürzer zu treten, um auch mal wieder unten mitfeiern zu können. Außerdem sollte man immer am Höhepunkt aufhören.
Silvester feierten wir in dem ehemaligen Edeka-Geschäft Koppe.
2002 - 5 Jahre Kirmesburschen
(oder: "5 Jahre Fronleichnam")
2002 war eigentlich ein eher ruhiges Jahr. Man spürt doch ein wenig, das wir auch nicht jünger werden und der Familiennachwuchs bei einigen Einzug erhalten hat. Aber wir verstehen uns noch immer sehr gut miteinander, auch wenn man das eine oder andere Gesicht nicht mehr so oft sieht. Bei "Großveranstaltungen" treffen sich doch alle wieder ein. Dies waren traditionell im Frühjahr wieder Fasching, der 1. Mai, Vatertag, usw...
Am 30. April fand das Kreispokalendspiel in Berstadt statt, dies war eine große Ehre für unseren KSV. Der Verband zeigte seine Anerkennung für die gute Jugendarbeit des Vereins. Auch wir wollten unseren Obolus dazu beitragen, also wurden die CD Koffer entstaubt und wir sorgten für den musikalischen Rahmen an diesem Abend. Geplant war ein kleiner Disco Abend, neben Liedern aus den Charts vergaßen wir aber nicht unsere eigentliche Stärke, nämlich Oldies und Schlager. Der Zuschauerzuspruch war größer als erwartet und der Abend war ein Erfolg für den KSV und das Bauwagen Musik Team.
An Fronleichnam feierten wir mittlerweile unsere 5. Pool Party in Folge im Garten von Koppes. Tradition verpflichtet, ich hoffe das bleibt so?!
Im Sommer feierte der KSV sein 80 jähriges Bestehen. Auch wir waren wieder bereit die Ärmel hochzukrempeln, wir sorgten dafür das mit der Bühnentechnik am Kommers alles glatt lief und legten danach noch ein paar Scheiben in den CD Player. Die Nachtwache von Samstag auf Sonntag wurde von unserem Feuerwehrhauptmann mit gebackenen Eiern "versüßt".
In den Urlaub zog es uns getrennt in alle Richtungen. Nach Oberaudorf fuhren 2 Pärchen, 4 eiserne Junggesellen verbrachten Ihren "Erholungsurlaub" in Siegsdorf, andere flogen nach Tunesien, usw... Vielleicht klappt es ja 2003 wieder mit einem gemeinsamen Urlaub?!
Die
Kirmesburschen feierten Ihr 5 jähriges Jubiläum. Auf blauen T-Shirts war eine
weiße 5 und der Spruch "Des Wahnsinns fette Beute, ist Kirmesbursch´ in dieser
Meute" aufgedruckt. Auf dem Kopf hatten wir weiße Hüte, das waren sie zumindest
am Freitag noch! Hier noch ein Auszug aus der Wetterauer Zeitung:
"Gestern
gingen vier Tage Kirmes zu Ende, an denen es diesmal sogar ein kleines Jubiläum
zu feiern gab: Zum fünften Mal stand das Fest unter der Obhut der mittlerweile
rund 40 Berstädter Kirmesburschen. Mit der Gründung wollte man 1998 der Veranstaltung
einen neuen Anstoß geben. Und man schritt zur Tat: Die Gruppe um Mark Schöhr und
Willibald Kasprzyk führte die Aufstellung des Kirmesbaums ein, der Samstag wurde
zum Oldie-Abend, und am Montagvormittag unternimmt man einen Dorfrundgang mit
Visiten in den Gaststätten und sonstigen Orten mit alkoholischer Quelle. So auch
heuer. Die zwei Wochen zuvor gefällte Fichte wurde am Freitagnachmittag bei musikalischer
Begleitung des TV-Musikzugs durch die Ortsstraßen transportiert und vor der Mehrzweckhalle
aufgestellt..."
Die lange Nacht veranstalteten wir zum 3. Mal in Folge am 23.12. am Bauwagen und es war wieder ganz schön was los!
Den Abschluß des Jahres feierten wir zusammen mit ein paar anderen Berschtern in unserer Stammkneipe Zur Brücke. Und diesmal mussten wir unsere Stammkneipe nicht wechseln (Anmerkung zu Silvester 1999).
2003
- 10 Jahre Bauwagen Berstadt DAS Fest!
Eine neue Gruppe bildete sich Ende 2002 und hatte im Frühjahr 2003 Ihren ersten (und bis heute einzigen) großen Auftritt. Aus der Idee heraus, an der Faschingssitzung in Berstadt als Männerballett aufzutreten, gründeten ein paar Mitglieder der Feuerwehr und des Bauwagens die Gruppe FCKW-frei. Unsere Ricarda und unsere Vonni studierten mit den "Jungs" einen Schlumpfentanz ein. Und an der Prunksitzung des BCV war es soweit, der große Auftritt! Er war sehr gelungen und wurde auch von den Besuchern gebührend bejubelt.
Das erste Mal in unserer Geschichte nahmen wir auch beim Tauziehen am 1. Mai teil. Unser Carnevalverein feiert jährlich am Tanzhof in den Mai. Wir wurden dritter (von 4 Mannschaften). Sieger war natürlich unser Schläferclub, unbezwingbar! Ein Teilnehmer wollte uns disqualifizieren lassen, da wir uns mit Gastspielern ein wenig verstärkt hatten. Naja, sie waren zumindest schon einmal am und im Bauwagen :-). Sportlich fair ließen wir sie dann Zweiter werden und der "Käs" war gegessen.
Das absolute Highlight in diesem Jahr (vielleicht sogar in unserer Geschichte)
war der 12. und 13 Juli 2003. Wir feierten unser 10jähriges am Sportplatz. Insgesamt
2 Jahre wurde dieses Fest von uns geplant. Es sollte ein Fest für Jung und Alt
und so richtig nach Berschter Art werden. Aufmerksam machten wir auf unser Fest
durch einen Eintrag im Veranstaltungskalender (bereits 2002), massig Plakate und
Flyer, mit einem Artikel in der WZ, durch Werbung auf der Titelseite des Gemeindespiegels
(Amtsblatt von Wölfersheim) und auf den Ortseingangsschildern in Berstadt. Diese
wurden uns freundlicher Weise von den Ortsvereinen zur Verfügung gestellt. Die
Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen verlief vorbildlich, uns wurde immer ein offenes
Ohr und sehr viel Unterstützung geschenkt. Nachdem Zeltaufbau (15x40 Meter) wurde
das Zelt liebevoll geschmückt und dekoriert. Und am späten Samstagnachmittag machte
es einen schönen und gemütlichen Eindruck. Wir hatten auch eine Mexico-Schnapsbar
mit Tequila und Kaktusschleim. Auf unserer Bilderwand konnten die Besucher einen
Einblick in 10 Jahre Bauwagen gewinnen, rätselnd standen sie auch vor den Kinderfotos
der BWler.
Dann ging es los und manche von uns waren doch ein bisschen nervös.
Wir starteten in unser kleines, aber doch feines, Programm.
Vonni und Olli
begrüßten die Gäste, danach gab der Gesangverein Berstadt 2 Ständchen. Jetzt wurde
es bunt, die Tanzgruppe des TV06 zeigte Ihr Können. Einen kleinen und lockeren
Einblick in unsere Chronik präsentierte unser Timm, der auch gleichzeitig den
Ortsvereinen das Mikro übergab. Nun standen Ehrungen auf dem Programm, doch was
sollten wir ehren, 10 Jahre Mitgliedschaft? Auch nicht so das Wahre. Also mussten
wir uns etwas einfallen lassen! Und so wurden folgende "Ehrungen" durchgeführt:
Ricarda "allererster lebender Flummi"
Olli "erfolglosester Schatzsucher
Spaniens"
Thorsten "Hobby-Barfuß-Neger"
Timo "Männliche Clementine -
Der Mann dem die Frauen vertrauen"
Björn "Feind aller Hühner"
Thomas
"Mr. Pole Position"
Zum
Finale tanzten die x²=9xblau aus Weckesheim und der komplette Bauwagen wurde spontan
nochmals auf die Bühne gerufen. Einziges Problem, die hatten doch Thekendienst
und so gab es ausnahmsweise mal einen Augenblick kein Bier in Berstadt. Da das
Zelt sehr gut gefüllt war und es keine freien Sitzplätze mehr gab, mussten wir
sogar noch Bänke und Tische vor dem Zelt aufstellen. Mit diesem Andrang hätten
wir nun absolut nicht gerechnet. Aber es wurde schnell Abhilfe geleistet und alle
wurden gut versorgt, manche zu gut :-). Und wenn der Magen knurrte sorgte Findlings
Schlemmertreff (ein sehr guter Imbiss) für Abhilfe. Der Rest vom Abend wurde ausgelassen
gefeiert und getanzt. Für die Musik war einmal mehr das Bauwagen Berstadt musicteam
zuständig.
Der Sonntag stand unter dem Motto Blasmusik aus Berstadt. Für
die Kids hatten wir außerdem noch einen Süßwarenstand und eine Kindereisenbahn
organisiert. Die Vorsitzenden der Ortsvereine wurden von einem Komitee persönlich
zu Hause abgeholt, dort gab es die ein oder andere lustige Begebenheit. Um 11
Uhr spielte das Blasorchester des TV06 Berstadt auf. Und der Bauwagen hatte endlich
mal ein bisschen Pause und konnte endlich richtig mitfeiern. Für den Thekendienst
am Sonntag hatten sich der Schläferclub und der Carnevalverein bereitgestellt.
Das Zelt füllte sich, wie am Samstag, auch wieder rasch. Nach etwas Startschwierigkeiten
(der Samstag steckte noch in den Knochen) erlebten wir einen herrlichen Frühschoppen,
das ganze Zelt ging mit und feierte mit standing ovations "seine" Blasmusik. Bürgermeister
Arnold überbrachte noch seine Glückwünsche, da er am Samstag verhindert war. Später
wurde das Blasorchester von den Wäschbachtalern abgelöst und die Stimmung brach
und brach nicht ab. Doch jedes schöne Fest hat einmal sein Ende, auch unseres.
Die Highlights am Sonntag kann man hier außerdem sowieso nicht wiedergeben, die
muß man einfach miterlebt haben.
Nach dem Zeltabbau am Montag gingen wir noch
auf einen kleinen Umtrunk in unsere Stammkneipe. Viele waren von unserem Fest
begeistert, wir auch. Die WZ schrieb: Jugendfete kam bei allen Generationen an.
Das trifft den Nagel auf den Kopf und dies ist auch der Grund für diese schönen
Tage.
Vielleicht war es ja nicht das letzte große Fest vom Bauwagen, schaun
mer ma!

Doch 2003 hatte auch seine Schattenseiten. Nach einem Unfall im Juni verstarb unser Kappo. Er war die treibende Kraft bei den Kirmesburschen, nicht umsonst hieß es immer "Kappo und seine Kirmesburschen". Wir mussten einfach das Beste daraus machen und setzten die Tradition der Kirmesburschen weiter fort, dies wäre sicherlich auch in seinem Sinne gewesen. Die Strohhüte die wir an der Kirmes 2003 trugen, wurden noch von ihm ausgesucht. Dazu trugen wir rote Shirts mit dem weißen Aufdruck: "Und sitz ich mir den Arsch auch wund, Kirmesfeiern ist gesund". 2003 gab es nicht nur Kirmesburschen, sondern erstmals auch Kirmesmädchen.
Im Dezember veranstalteten wir zum 4. Mal in Folge die lange Nacht am Bauwagen und Silvester feierten wir wieder in unserer Stammkneipe "Zur Brücke".

2004
- Das Jahr nach dem Fest
(oder: "Wir sind gekommen, um zu bleiben")
Auch nach dem ereignisreichen Jahr 2003 sind wir nicht von der "Bildfläche" verschwunden.
Fasching 2004 wird der Schreiberling dieser Geschichtsblätter so schnell wahrscheinlich nicht vergessen. Ein weiterer Spitzname kam zu den unzähligen hinzu: de´ Faschingsflieger. Aber nun zu der Story: Nach einem ausgelassen und fröhlichen Faschingswochenende ging es am Rosenmontag nach Obbornhofen. Wer feiert schon gerne allein auf einem Stuhl??? Wir nicht !!! Allerdings kann sich das Stehen auf einem Stuhl mit zwei Personen zu späterer Stunde gesundheitlich negativ auswirken. Und so war es dann auch, nach dem Motto: "Olli´s sollen fliegen" segelte einer vom Stuhl. Mit einem Taxi ging es danach nach Lich ins Krankenhaus. Seit der Einführung der Gesundheitsreform muss man ja nun 10 Euro bezahlen. Dies war dem Patient allerdings entfallen und nach 15 Minuten kam folgende Frage auf: "Wo bleibt denn unser Bier??? Ich hab der Tante da vorne 10 Euro gegeben!"
Über Ostern fuhren einige gemeinsam von uns nach Oberaula in den wohlverdienten "Erholungsurlaub". Es war eine feucht-fröhliche Angelegenheit bei schönem April Wetter. Ausflugsziele für Familien, wie z.B. ein Tierpark, wurden von uns "terrorisiert". Die Ausschilderung der Toiletten ließ etwas zu wünschen übrig, und so wurden die ersten Bäume in Angriff genommen. Ob das die vorbeigehenden Familien bei Ihrem Ausflug störte? Diese Antwort bleibt, wie die restlichen Geschichten, natürlich unter uns. Zur Erinnerung der Urlauber möchte wir noch folgende Fragen in den Raum "werfen": Was geschah eigentlich nachts in der Speisekammer oder was ist eine türkische Rasur mit einem gelben Sack?
Fast schon zur Tradition geworden sind die Ausflüge zur Kirmes in Breungeshain. Mit einem Bus geht's immer am Kirmessamstag zu unseren Freunden in den Vogelsberg. Bis jetzt bekamen wir den Bus fast immer voll (die Leute in der Regel auch). Wenn die Kapelle die Fischerin spielt und etwa 20 Leute auf der Bühne mitsingen ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass der Bauwagen in den "Highlands" gelandet ist. Wir kommen wieder!!! "Ole, wir fahrn mim Bus nach Breungeshain"
Vatertag und Fronleichnam verbrachten wir 2004 am Bauwagen. Es war das 1. Fronleichnam am Bauwagen. Zur Erinnerung an vergangene Pool-Partys bei Koppe´s wurden am Bauwagen keine Mühen und Kosten gescheut. Ein "großangelegter" Badestrand mit Pool wurde aufgebaut.
In Berstadt gab es 2004 viel zu feiern. Einen ganzen Haufen runde Geburtstage standen auf dem Programm. Der Bauwagen machte oft Thekendienst und hier und da wurden auch die alten CD´s wieder herausgekramt, um für die nötige Stimmung zu sorgen. Der Gesangverein Eintracht feierte sein 160 jähriges Bestehen, nach dem Kommers gestaltete das Bauwagen music team den Rest des Abends. Normalerweise ist es ziemlich schwierig nach einem Kommers noch etwas Stimmung in die Bude zu bekommen. Beim Gesangverein war es allerdings einfach, die Leute waren gut drauf und unsere Musik kam an.
Im Sommer veranstalteten wir unser 1. BW-Camp. Wir zelteten von Freitag bis Sonntag in der Gemarkung Berstadt. Das Wetter spielte leider nicht so mit, dies schreckte einige Leute ab. Am Freitag waren es nur wenige Hartgesottene die dieses Camp durchziehen wollten. Nach dem Motto "Jetzt erst recht" wurde mit dem Aufbau begonnen. Alles in allem war es ein lustiges Wochenende. Vielleicht haben wir 2005 besseres Wetter.
Auch die Kirmesburschen waren 2004 wieder aktiv. In Anlehnung an das Jubiläum der Ihring Melchior Brauerei wurden die "Uniformen" unter dem Motto "150 Jahre Grundnahrung" angefertigt. Mit gelber Schrift wurde folgender Satz auf die grünen Shirts gedruckt: "Ihring Melchior, 150 Jahr´ als Ernährer bist Du für uns da. Wir feiern mit Dir Kirmes 2004, dafür danken wir Dir". Als Kopfbedeckung kamen dann nur noch die Jubiläums Caps der Licher in Frage. Auch die Kirmesmädchen waren wieder mit von der Partie. Sie trugen gelbe Shirts mit grüner Aufschrift. Am Kirmessamstag legte das Bauwagen music team nach 2 jähriger Pause wieder einmal auf. Unter der Leitung von Andreas Weinelt wurden am Sonntag der Kirmesbursch/ das Kirmesmädchen des Jahres gewählt.
Zu
der Kirmes 2004 hat die Vereinsgemeinschaft folgenden Rückblick geschrieben:
Bereits schon traditionell begann die Berstädter Kirmes am Freitagabend mit dem
Aufstellen des Kirmesbaumes. Nachdem die Berstädter Kirmesburschen den Kirmesbaum
unter Begleitung des Blasorchesters des TV 06 Berstadt höchstpersönlich durch
Berstadts Straßen getragen hatten, bekam dieser vor der Mehrzweckhalle seinen
Platz. Erstmals waren diesmal auch Kirmesmädchen daran beteiligt. Trotz des schlechten
Wetters ließ sich Bürgermeister J. Arnold es sich nicht nehmen, mit dem Fassanstich
die Berstädter Kirmes zu eröffnen. Beim anschließend gut besuchten Discoabend
mit Goliaths Disco-Team wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Der
Samstagabend brach wieder alle Rekorde! Bauwagen-Olli hat wieder beim Oldie- und
Schlagerabend für beste Stimmung gesorgt. Es gab wieder Musik "vom Feinsten".
Hier war für jeden etwas dabei, egal ob für Jung oder Alt. Nicht zuletzt die schöne
Dekoration der Mehrzweckhalle, nein auch die Cocktailbar, welche von den Kirmesmädchen
betreut wurde, sorgten für eine angenehme Atmosphäre, so dass man bis weit in
die Nacht gefeiert hatte.
Am Sonntag sorgte das Blasorchester des TV 06 unter
Leitung von Andreas Weinelt für gute Stimmung. Kaffee und Kuchen der Landfrauen
standen ebenso auf dem Programm, wie diverse Spiele, welche dem "Sonntags-Mittags-Langeweile-Teufel"
einen Strich durch die Rechnung machten.
Erstmals wurde der Kirmesbursche
und das Kirmesmädchen des Jahres ermittelt. Der Andrang war enorm, es wollte jeder
mitmachen. Leider kamen nur jeweils 5 Teilnehmer in die engere Wahl. Hierbei galt
es, mit Maßkrugstemmen, Essen bayrischer Spezialitäten (mit Händen auf dem Rücken
gebunden), Tanzen mit fremden Partnern und Singen (Holzmichel) die meisten Punkte
zu sammeln. Unter der Moderation und Leitung von Andreas Weinelt wurden Höchstleistungen
gezeigt. Bei den Kirmesburschen stemmte Sascha Rau den Bierkrug über 7 min, bei
den Mädels Janina Rau den gleichen Krug über 5 min. David Tauber war im Essen
nicht zu schlagen (anscheinend gibt es zu Hause nur schmale Kost).
Aber sportliche
Leistungen allein reichten nicht aus. Tugenden wie professionelles Tanzen, ausgefeilter
Gesang, sicheres, souveränes Auftreten und tiefe Stimme waren ebenfalls zu berücksichtigen.
Kirmesbursche des Jahres 2004 wurde Timo Stüber. Bei den Mädels wurde es Janina
Rau.
Auch der Sonntag war sehr gut besucht und als das Blasorchester des TV
06 abschließend "Die Fischerin vom Bodensee" spielte, stand der halbe Saal auf
den Tischen und forderte unter allen Umständen mind. eine Zugabe.
Am Montag
gab es ab 10.00 Uhr die Rundfahrt der "Kirmesmontagsfahrer", die schon zur Tradition
geworden ist. Kirmesburschen und Vorsitzende der Ortsvereine sowie sonstige prominente
Personen gingen unter Begleitung von Musik (der Spezial-Kirmesmontagskapelle)
durch den Ort. An verschiedenen offiziellen und inoffiziellen Lokalitäten wurde
Rast gemacht, um sich mit Speisen und Getränken zu stärken. In diesem Jahr gab
es zahlreiche neue Unterstützter oder Spender. Dann ging es in die Mehrzweckhalle.
Dort spielten wieder die Amigos auf. Der Saal war brechend voll. Es gab wieder
zahlreich Freibier. Die Stimmung war wieder sehr gut. Auch waren wieder zahlreiche
auswärtige Besucher da. Die Stimmung war so gut, dass die Kapelle einige Male
ihren ursprünglichen Vortrag verlängern musste.
Fazit: Alles in allem eine
hervorragende Kirmes und das an allen vier Tagen! Der gute Besuch und Zuspruch
zeugt von einem sehr großen Interesse an der Kirmes. In Berstadt werden die Feste
gefeiert, wie sie kommen!!! Die Vereine Freiwillige Feuerwehr, Gesangverein, Sportverein
und Turnverein Berstadt sagen allen Besuchern und Helfern der Berstädter Kirmes
herzlichen Dank und hoffen, dass die Kirmes nächstes Jahr wieder genauso gut besucht
und wieder solch ein großer Erfolg wird.
Wir freuen uns schon jetzt auf die
Kirmes 2005!
(FFw, GV, KSV, TV 06)
Bei der langen Nacht Nr. 5 spielte leider das Wetter nicht so richtig mit. Viele "Ältere" blieben dadurch leider zuhause. Die die da waren, hatten aber Ihren Spaß. Der Boden rund um den Bauwagen hat ausgesehen wie eine Marslandschaft, sauber ging jedenfalls keiner nachhause. Manu spendete zum Aufwärmen noch seine 3 Liter Flasche Asbach, welche er bei der KSV Weihnachtsfeier gewonnen hatte.

Den Abschluß des Jahres feierten wir wieder in unserer Stammkneipe Zur Brücke.
2005
- Kirmes mit den Zwergen
(oder: "Ein Jahr im Zeichen der Kirche")
Bei den Faschingsumzügen in Wölfersheim und Bellersheim nahmen erstmals auch die Kirmesburschen/mädchen aus Berstadt teil. Aus diesem Grund fertigten wir extra einen Wagen an. Beim Domi im Hof wurde an einigen Samstagen an dem "Meisterwerk" gearbeitet.
Die Osterurlauber waren 2005 auch wieder aktiv und verbrachten die Ostertage in Oberaula. Es war (für unsere Verhältnisse) ein eher gemütlicher Urlaub. Wir erholten uns vom stressigen Alltag und ließen alles etwas ruhiger angehen.
Die vielen traditionellen Maifeiertage des Bauwagens scheinen wohl der Vergangenheit anzugehören. Am 1. Mai ging es auf den Tanzhof und Fronleichnam zum Ein-Loch-Golf-Club. Lediglich Vatertag verbrachten wir am Bauwagen, der Besuch ließ sehr zu wünschen übrig. Allerdings unterstützen wir so auch die Ortsvereine bei Ihren Veranstaltungen mit unserem Besuch.
Selbstverständlich ging es auch dieses Jahr wieder zu unseren Freunden nach Breungeshain, denn den Kirmessamstag durften wir auf keinen Fall verpassen. Dieses Jahr waren auch noch zusätzliche Gäste aus Berstadt im Bus und wir verbrachten wieder einen herrlichen Abend im Vogelsberg. Gestärkt von Riesenschnitzel konnten wir einiges an Gerstensaft "vernichten". Auf dem Nachhauseweg wurde es plötzlich verdächtig still im Bus. Was war passiert? Da wohl jemand seine Körperflüssigkeiten nicht mehr so ganz im Griff hatte, kam es wie es kommen musste. Der Papierkorb im Bus wurde ja noch getroffen, aber leider war dies der Aufbewahrungsort für die Tasche des Busfahrers.
Unsere Kirchengemeinde feierte die Ersterwähnung der Kirche vor 750 Jahren. Mehrere Veranstaltungen der Kirchengemeinde "schmückten" so den Berstädter Kalender. Bei der Veranstaltung "Ein Pfarrer kehrt heim" übernahm der Bauwagen die Bewirtung. Es handelte sich um einen Jazz-Frühschoppen im Pfarrgarten. Wir stellten fest, das die "Jazzy" eine ziemlich männliche Stimme hatte :-). Höhepunkt des Jubiläums war das Kirchfest auf dem Tanzhof. Das Dorffest wurde vorverlegt und gemeinsam mit der Kirchengemeinde abgehalten. Dadurch viele von uns auch in anderen Vereinen aktiv sind, verzichteten wir auf einen eigenen Stand. Im alten Schulhof wurde ein Zelt aufgestellt, hier gab es dann auch die Getränke. Auf dem Platz zwischen Kirche und Volksbank boten die Ortsvereine kulinarische Köstlichkeiten, wie z.B. Fisch oder Haxe, an. Alles in allem ein gelungenes Fest.
Höhepunkt
des Jahres für die Kirmesburschen und Kirmesmädchen (beide bestehen zum größten
Teil aus Leuten vom Bauwagen) war die Kirmes. Die Vereinsgemeinschaft hatte ein
paar kleine Änderungen eingeplant. So spielte am Freitag erstmals eine Live Band
und am Sonntagnachmittag die Wettertaler Musikanten.
Am Freitag kamen dann
auch die "Zwerge" zum Einsatz. Die Kirmesburschen/mädchen trugen nämlich dieses
Jahr orangene "Zipfelmützen" von Jägermeister. Dementsprechend waren auch die
T-Shirts mit dem Jägermeister Slogan "Achtung WILD!" bedruckt. Der Kirmesbaum
(schwarz/ orange) wurde ohne grössere Probleme aufgestellt. Allerdings machte
Bernd Bursch etwas "Zicken", aber letztendlich schwebte er ordnungsgemäß in schwindelnder
Höhe am Kirmesbaum. Dies sollte aber nicht die einzige "Panne" am Kirmesfreitag
bleiben. Trotz der langjährigen Erfahrung unseres Bürgermeisters wollte der Anstich
des ersten Fasses nicht so recht gelingen. Der restliche Freitag war aber dann
ein voller Erfolg, Pegasus heizte dem Publikum ordentlich ein.
Am Samstag
legte erneut das Bauwagen music team auf, die Stimmung und der Besuch waren ebenfalls
ein Erfolg.
Am Sonntag änderten auch die Kirmesburschen/mädchen ihren Tagesablauf.
Um ein Uhr ging es mit einem Bus nach Melbach auf die Kirmes. Erstaunte Melbächer
Einwohner empfingen ca. 15 Kirmesburschen/mädchen aus Berstadt. Diese Gaudi wurde
bereits seit einigen Jahren geplant und nun wurde sie endlich auch einmal durchgeführt.
Zurück in Berstadt mussten die Kirmesburschen gegen die Kirmesmächen bei den Gaudispielen
gegeneinander antreten. Wie es sich für Gentlemans gehört, gewannen selbstverständlich
die Damen :-). Danach lauschten wir in der Brücke noch den Reden von Drummer Gott
Udo und freuten uns über die kleinen Rasseln, die wir von Ihm geschenkt bekamen.
Am Kirmesmontag trommelte Andi Weinelt wieder seine einmaligen "Kirmesmontagsmusikanten"
zusammen. So starteten wir, mit herrlicher Blasmusik, den Weckruf durch den Ort.
Um mit den Worten von Udo die Geschichte fortzusetzen, fang ich mal so an: Los
Amigos technicos spielten zum Frühschoppen in der Halle auf. Der Frühschoppen
war (wie gewohnt) sehr gut besucht und wieder mal ein voller Erfolg.
Der Wettergott meinte es gut mit uns am 23. Dezember und so konnten wir uns an der langen Nacht über einen Besucherzuwachs freuen. Die lange Nacht war auch 2005 wieder ein Erfolg. Bei Glühwein, Bier und Lagerfeuer feierten wir mit unseren Gästen einen schönen Jahresabschluss.

Silvester feierten wir auf dem Gelände des Fachmarktes Isterling. Marlies und Heinz stellten uns freundlicherweise einen Raum zur Verfügung.
2006
- 100 Jahre und kein bißchen müde
(oder: "Das Jahr in dem wir alle ein Kind
haben wollten")
Was war los 2006 in Berstadt? Bei dieser Frage fällt einem natürlich erstmal der
100 jährige Geburtstag unseres Turnvereines ein. Mit seinem Jahresprogramm füllte
er die Terminkalender Berstadts, fast jeden Monat gab es Veranstaltungen. Aber
ich versuche ja hier die Geschichte des Bauwagens festzuhalten und nicht die des
Turnvereines. Also kurz und knapp: ein tolles Festjahr und eine Chronik die Ihres
Gleichen sucht!
Auch wir waren natürlich am Start und manchmal auch im Einsatz.
Am Festfreitag übernahmen wir die Nachtwache. Die Band Voice verstaute ihre Instrumente
und wir legten noch ein paar CDs auf bevor es dann ruhig wurde. Wurde es denn
ruhig??? In den Augen des Festwirtes sicherlich nicht :-) Erstmalig gab es eine
Nachtwache für die Nachtwache, so etwas haben wir auch noch nicht erlebt. Aber
der Festwirt kannte uns "noch" nicht und hatte scheinbar nicht allzu großes Vertrauen
in uns. Wir hatten aber auch unter Beobachtung unseren Spaß.
Am Sonntag beteiligten
sich die Kirmesburschen- und mädchen beim Festumzug. Allerdings waren unsere Jägermeistermützen
aus dem Jahr 2005 nicht unbedingt der Witterung angepasst. Im Oktober sind Skimützen
ja ganz ok, aber Anfang Juli kommt man doch ins schwitzen. Für Abkühlung sorgte
unser Verpflegungswagen. Allerdings hatte das auch so seine Nachteile, denn wir
waren vor dem Umzug schon im Zelt. Naja, "Vorglühen" war angesichts der Temperaturen
eher nicht so angesagt, also haben wir versucht uns abzukühlen. Und das gelang
uns auch ziemlich gut. Bei dem Anblick unserer geselligen und lustigen Truppe
suchte "unsere" Schildträgerin nach ca. 2 Minuten das Weite und wir mussten uns
um Ersatz kümmern.
Der TV bedankte sich am Jahresende für ein tolles Jahr
und wir sagen: Gratulation für ein tolles Jahr.

Am 1. Mai waren wir wieder beim Carnevalsverein auf dem Tanzhof. Beim traditionellen Tauziehen konnten wir sogar mal wieder eine Bauwagen Mannschaft stellen und dieses Mal ausschließlich aus Mitgliedern des Bauwagens (Anmerkung zum 1. Mai 2003). Bei vier gestarteten Mannschaften errungen wir einen sensationellen zweiten Platz. Eines hat der Verfasser in jedem Fall gelernt, er weiß nun das die Licher Strasse "Gefälle" hat und wird sicherlich nicht mehr bei der Auslosung der Seiten anwesend sein.
Eine weitere Hochzeit stand auch mal wieder auf dem Programm, Janine und Michi wollten heiraten. Junggesellenabschied? Richtisch! Also ging es mit der ganzen Truppe an einem Samstagmittag in die Halle. Dort warteten wir auf einen sehr überraschten Michi, der wohl gerade seinen Samstag auf der Couch verbringen wollte. Unter einem Vorwand lockten wir ihn in die Halle und keiner sagte was. Bis er dann endlich offiziell zu seinem Junggesellenabschied begrüßt wurde. Erste Reaktion: "Klaus, mach mir mal en Schnaps". Von da aus ging es dann mit Bussen nach Bad Nauheim und später zum gemeinsamen Teil in den Berstädter Hof. Denn auch die Damen feierten "Verabschiedung", sie verbrachten den Abend in Echzell und kamen dann auch wieder nach Berstadt. Es war ein sehr lustiger Abend.
In die "Ferne" zog es acht junge Männer, nämlich zur längsten Theke der Welt, in die Altstadt nach Düsseldorf. Wir fuhren mit dem Zug und hatten mehrere Hotelzimmer gebucht. Allerdings war dieser eine Tag für einen Mitreisenden wohl auch zu lang. Das Heimweh plagte ihn und ohne Berschter Kirchturm kann man schließlich nicht einschlafen. So begab er sich mitten in der Nacht auf den langen Nachhauseweg. So, und mehr wird hier auch nicht verraten. Nächstes Thema :-)
Aber
2006 gab es doch noch ein nationales Großereignis? Ach ja, Schwarz-Rot-Geil, die
Fußball WM im eigenen Land. Auch wir ließen uns vom WM Fieber anstecken. "Public
Viewing" war das In-Wort 2006. Bei uns fiel es zwar etwas kleiner aus, aber die
meisten Spiele verfolgten wir gemeinschaftlich, beispielsweise im Eisstadion,
in der Brücke oder beim Grillfest der Piddschedappler. Piddschedappler??? Stimmt,
die habe ich in meinen Jahresrückblicken noch nicht erwähnt. Die Piddschedappler
sind ein Kegelclub in der MZH. Jeden zweiten Freitag geht es in die Halle kegeln.
Die Mitglieder sind zum größten Teil BW´ler.
An einem Kegelabend wurden wir
von unserem Hallenwirt Klaus überrascht. Wir kamen in die Halle und tranken erst
mal unser Bier an der Theke. Da passierte schon die erste Merkwürdigkeit: "Das
war das letzte Bier für heute" meinte Klaus. "Gut, dann gehen wir halt..." war
unsere Antwort. "Geht erst mal runter auf die Kegelbahn" erwiderte Klaus. Als
wir auf der Kegelbahn ankamen, wussten wir schon wie dieser Abend ausgehen würde.
Um einen Korb von Baguette-Broten standen so um die 20 Flaschen Wein. Es wurde
ein sehr fröhlicher Abend und die Moral von der Geschichte: Wein sollte man nicht
"abrennen" wie Bier.
Das
Berstadt ein sehr geselliges Dörfchen ist, merkte man wieder mal im Oktober. Trotz
den vielen Veranstaltungen 2006, ließen es sich die Berschter nicht nehmen, wieder
ausgiebig die Kirmes zu feiern.
Die Kirmesburschen hatten sich dieses Jahr
für "Tom- Sawyer-Strohhüte" entschieden. Die T-Shirts waren hellblau und mit weiß
war der Spruch: "Die Krempe ins Gesicht gezogen, der Körper lechzt nach Flüssigkeit.
Was hat zur Kirmes mich gezogen? Es ist der Hang zur Fröhlichkeit!" aufgedruckt.
Am Freitag war ein Disco Abend, Samstag spielte Pegasus auf, Sonntag das
Blasorchester des TV und Montag die Sunbows. Am Samstagabend tauchte am Tisch
der Kirmesburschen/-mädchen plötzlich ein Zettel mit dem Spruch "Weinelt, wir
woll´n ein Kind von Dir" auf. So gab es dann auch schon die ersten Sprechchöre
und diesen Satz hörte man auch noch die restlichen Kirmestage. Am Montag hatten
wir dann endlich unser Kind, auch wenn die Vaterschaft nicht anerkannt wurde :-)
Den Rest des Jahres kürz ich jetzt mal stark ab. Zu einer richtig großen Geburtstagsfete luden Björn, David, Lars, Timm, Thorsten und Sascha ein. (Ich hoffe ich hab jetzt keinen vergessen). Gefeiert wurde in der Wohnbacher Halle und mit den Sunbows hatte man sogar für Live-Musik gesorgt. Die Lange Nacht Nr.7 war wieder mal ein Erfolg und bei Zinsheimers feierten wir eine sehr gelungene Silvesterparty.

2007
- 10 Jahre Kirmesburschen
(oder: "Ohhhhh, Schorsch war das schee!!!")
Der erste Ausflug unseres Kegelclubs "die Piddschedappler" startete am 28.04.2007.
Mit einem Bus ging es nach Eltville. Dort angekommen besichtigten wir erst einmal
eine kleine Brauerei mit anschließender Kostprobe. Danach besuchten wir ein kleines
Weinfest, was allerdings eher ein Markt war als ein Fest. Aber wir fanden schnell
den Ausschankwagen der Brauerei, die wir kurz zuvor besichtigt hatten. Da das
Bier gut und herrlich kühl war sind wir natürlich dort hängen geblieben. Auch
die ersten Flaschen Wein gesellten sich an unseren Tisch, in einer Weingegend
muss schließlich auch etwas Wein verköstigt werden. Nach einigen Gläsern waren
unsere Stimmen geölt und wir unterhielten den Platz mit einigen Liedern. Berstadt
ist nun auch am Rhein bekannt :-).
Apropos Rhein. Janina und Olli wollten
"hipp de Bach und tripp de Bach" durch den Rhein gehen, keiner wollte als erstes
aufgeben und so gab es dann feuchte Füße. Die Überquerung wurde aber nicht vollständig
durchgeführt. Der Rhein ist halt doch etwas breiter und tiefer als die heimische
Wäschbach.
Ein geschäftstüchtiger Käsehändler war bei der Auswahl seiner
Verkäuferinnen sehr pflichtbewusst und dies sollte sich auch für ihn auszahlen.
Die nette, weibliche Bedienung sorgte auf jeden Fall für guten Umsatz und so konnte
auf der Heimfahrt noch teurer und delikater Käse verköstigt werden.
2007 stand auch wieder das traditionelle Dorffest auf dem Programm. Das letzte Dorffest vor zwei Jahren war mit dem Kirchfest verbunden und so konnte man nach vier Jahren Abstinenz wieder einen Rundgang machen. Jeder Verein bietet kulinarische Speisen und Getränke an und ein Rundgang ist immer noch so hart wie eh und je. Ein paar mutige BW´ler machten sich aber trotzdem auf die Reise und haben den Rundgang auch überlebt. Es wurde ausgelassen bis zum frühen Morgen gefeiert. Und am Sonntag wurde sogar noch mal ein Rundgang gestartet und auch der Wein "Nr.3" von den Fliegern konnte uns nicht aus der Bahn werfen.
Traditionelle
BW-Feiertage wie den 1. Mai, Vatertag oder Fronleichnam verbringen wir zunehmend
bei anderen Vereinen. Aber Partys am Bauwagen finden trotzdem noch statt. Mottopartys
sind auf dem Vorsprung: 100% Deutsch, 100% Rock, Sommerfest, Kirmsloch-Ich hab
noch keins gesehn-Party, usw.
Da unsere "Obrigkeit" die Bürger vor den Raucher-Terroristen
schützen möchte und 2007 das Nichtraucher-Schutzgesetz in Kraft trat, erfreuen
sich gerade die Partys in unserer "Räucher-Kammer" größter Beliebtheit. Bei uns
darf noch nach Herzenslust gequalmt werden.
In der Hessenschau wird jeden Donnerstag das "dolle Dorf" der Woche ausgelost, danach fährt ein Kamera-Team in den jeweiligen Ort und dreht einen kleinen Beitrag, welcher dann in der Hessenschau am Samstag präsentiert wird. Bei unserem Stammtisch in der Brücke wurde also immer gespannt auf die Auslosung in der Hessenschau gewartet. Denn alle anderen Ortsteile von Wölfersheim wurden bereits gezogen, nur Berstadt nicht. Man hebt sich das Beste halt immer bis zum Schluss auf. Am 20.09.2007 war es dann soweit, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt nur der Olli und die Christel in der Kneipe. Und was lief im Fernsehen? Irgendein Krimi im Zweiten, peinlich. Das Telefon klingelte aber schnell und das Handynetz brach fast zusammen, der ganze Ort war auf den Beinen. In der Halle wurde dann das HR Team erwartet, Bürgermeister Joachim Arnold spendete ein Fass und danach wurde der Ablaufplan besprochen. Sogar unser Bauwagen sollte gefilmt werden, fiel aber dann doch dem Rotstift zum Opfer. Plötzlich kam die Frage im Saal auf: "Wo is dann die Abschlussveranstaltung?" Typisch Berschd :-). Nun waren wir gefragt, am Freitag Morgen wurde alles organisiert und dann hatten wir unsere Abschlussveranstaltung am Tanzhof. Diese wurde von den Berschdern auch gut angenommen und es gab noch einen kleinen Umtrunk, wie es sich halt gehört. Der Beitrag war spitze und ist im Internet des HR (Video-Archiv Hessenschau vom 22.09.2007) zu finden.
Fast wäre es auch zu einer zweiten Auflage des Bauwagen Camps gekommen. Leider folgte dann doch noch eine Absage. Vielleicht schaffen wir es ja in naher Zukunft noch mal ein Camp auf die Beine zu stellen.
Mit einen Kirmestrainingslager am Bauwagen eröffneten wir die Kirmes-Saison 2007.
Gut vorbereitet trafen sich die Kirmesburschen und -mädchen am Freitagnachmittag
um den Baum an die Halle zu bringen. Ein extra großes Exemplar zum 10 jährigen
Jubiläum der Kirmesburschen musste es schon sein, 22,50 Meter maß der 07er Baum.
In Begleitung des Blasorchesters des TV06 marschierten wir durch die Ortsstraßen
an die Halle. Das Aufstellen verlief problemlos, nach anschließendem Aufenthalt
im Glaspalast wurde beim Disco Abend bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Am Samstag spielten die Wettenberger Musikanten zum Tanz auf. Und am Sonntag besuchten
wir wieder kurz die Nachbarn aus Melbach, die zum gleichen Zeitpunkt "versuchten"
Kirmes zu feiern. Als das Freibier leer war, ging es zum Blasorchester in die
Halle. Am Montag herrschte mal wieder Ausnahmezustand in Berstadt. Andi Weinelt,
seines Zeichen Kirmesmarschorganisator, hatte seine Musikkollegen (in Fachkreisen:
Kirmesmontagskünstler genannt) wieder einmal zusammengetrommelt und sorgte somit
für einen außergewöhnlichen Rahmen beim Weckruf. Eine kleine Kostprobe wurde als
Video festgehalten und kann auf bauwagen-berstadt.de bestaunt werden. Und er hatte
sich zudem etwas einfallen lassen. Sonntags Abends kam er noch mal in die Brücke
um den neuesten Kirmeshit nicht zu verpassen. Den gab es bis dato eigentlich noch
nicht. Ein paar von uns trellerten "Oh Schorsch is das schee" und keiner macht
sich Gedanken. Beim traditionellen Treffpunkt "Fachmarkt Isterling" am frühen
Montagmorgen schwante uns schon schlimmes. Die "Künstler" spielten plötzlich Champs-Elysées.
Hatte sich das der Andi doch gleich gemerkt und so wurde "Ohhhhh, Schorsch is
das schee. En Ebbelwoi geht immer noi…" unser Kirmeshit. Und es kam noch schlimmer,
in der Halle wurde dann Ebbelwoi bestellt. Die Dünsberg Buam sorgten für eine
gute Stimmung im Saal und unser KSV Präsi Mac Kräh lies sich noch auf eine 30kg
Abnehmwette ein. Eine negativer Punkt sollte hier allerdings nicht unerwähnt bleiben:
Einem Musikfreund aus Oppershofen wurde sein Tenorhorn entwendet. Ein paar Tage
später wurde das gute Stück völlig zerstört am Sportplatz gefunden.
Die Kirmesburschenuniformen
waren schwarz und mit roter Schrift war "10 Jahre und kein bisschen leise" aufgedruckt.
Die Kopfbedeckungen waren zum Jubiläum standesgemäß schwarze Zylinder.
Zur langen Nacht Nr. 8 hatten wir richtig schönes Winterwetter, trocken und eiskalt. Also stand unserem Weihnachtsumtrunk nichts im Weg, außer das es doch etwas zu kalt war und die Getränke eingefroren waren. Aber bis die ersten Gäste kamen tat unser Bauwagenofen einen guten Dienst und entfrostete die Getränke. Der Besuch war in diesem Jahr überragend, ich denke es war die bestbesuchte Lange Nacht bis jetzt. Vielen Dank für Euer Kommen, für uns ist es immer wieder eine Freude.

Das es uns zwischen den Jahren nicht langweilig wurde, dafür sorgte die erste 30er Party. Denn viele von uns sind Baujahr 1977/78 und unsere Nadiné machte am 28.12. den Anfang. Gefeiert wurde im Partyraum, in der Garage und in einem Zelt bei Zinsheimers.
Silvester 2007 war ein sehr schwieriges Thema in diesem Jahr. Eigentlich wollten wir bei der Nadiné feiern, aber das hat dann kurzfristig doch nicht geklappt. Wir standen zwei Wochen vor Silvester ohne Location da. Nun kamen viele Ideen und es zeichnete sich schon ab, das wir Silvester wohl getrennt feiern würden. Und so kam es dann auch, einige feierten bei Rieße im Partyraum und einige am Bauwagen. Aber ich denke 2008 sollte es wieder möglich sein Silvester gemeinsam zu verbringen.
2008
- 15 Jahre Bauwagen Berstadt DAS Festchen!
(oder: "Kirmesburschen vom Bauwagen
nehmen Abschied")
Das Jahr war geprägt von runden Geburtstagen, die unzähligen "Neu-Dreißiger" gaben eine Party nach der anderen. Hierzu ließen sich die Geburtstagskinder extra T-Shirts mit dem Spruch "Wölfersheim im Süden, Wohnbach im Westen, die 30er aus Berstadt sind doch noch die Besten!" drucken.
Vatertag am 1. Mai, wo gibt es denn so etwas? Tja, 2008 durften wir das miterleben, einen freien Tag und eine Feier weniger. Der Carnevalverein und die Fußballer feierten daher gemeinsam am Tanzhof eine Maifeier. Aus diesem Anlass wurde die erste Berstädter Dorfolympiade inszeniert und es konnte nur einen Sieger geben: Richtig, der Bauwagen war der glückliche Sieger. Die Aufgaben Sommerski, Bobbycar-Rennen und Torwandschießen wurden mit Bravour gemeistert.
Ende Mai/ Anfang Juni stand ganz Berstadt Kopf, das dolle Dorf 2008 wurde gesucht und das dolle Berstadt war mit von der Partie. Auch der Bauwagen war kräftig dabei, sei es im Orgateam, im Bauteam, bei den Sportlern, beim Rateteam oder am Partytisch im HR-Treff. Damit keine Kehle trocken blieb, versorgte der Bauwagen im Halbfinale die vielen Anwesenden mit "Flüssigem" und diese Aufgabe wurde dank des Weiterkommens zur Mammutaufgabe. In Homberg/ Efze holten wir uns dann den silbernen Otto. Einen ausführlichen Rückblick findet Ihr auf bauwagen-berstadt.de in der Rubrik "dolles dorf".

Anfang
2008 kam die Idee auf, wieder ein Bauwagen Fest zu feiern. Zwar nicht so "groß"
wie das 10jährige, aber "speziell" sollte es schon wieder sein. Der Name war auch
schnell gefunden: "15 Jahre Bauwagen Berstadt - DAS FestCHEN!". Als Veranstaltungsort
wählten wir den Tanzhof ("Mitten drin, statt nur dabei"), dort hatten wir noch
nie gefeiert. Das Ganze sollte einem Mini-Dorffest ähneln und natürlich wieder
ein Fest für Jung und Alt und so richtig nach Berschter Art werden.
Da man
sich ja nie auf das Wetter verlassen kann, stellten wir ein 18x8 Meter Zelt auf
den Tanzhof. Einen Bierpils und je ein Pavillon für den Imbiss und die Sektbar
wurden ebenfalls aufgebaut. Scheinbar brachte uns die Sonne auf den Plakaten Glück,
denn wir hatten herrliches Wetter. Auch an eine gelungene Beleuchtung hatten wir
gedacht, eine Lichterkette um den Tanzhof und eine Beleuchtung zweier Bäume sorgten
für eine angenehme Atmosphäre.
Das Blasorchester des TV06 machte einen zünftigen
Auftakt. Danach richtete unser Schirmherr Joachim Arnold ein paar Worte an uns
und unsere Gäste. Das Zelt füllte sich auch zügig, trotz der ungewöhnlichen Uhrzeit
17 Uhr "strömten" viele Gäste an den Tanzhof. Auf Berstadt ist eben Verlass. Danach
sollte eigentlich eine Erinnerungstafel anlässlich des Dollen Dorfes enthüllt
werden, leider wurde diese nicht rechtzeitig fertig.
Um 20 Uhr begrüßte Olli
die Gäste und anschließend gratulierte uns Bürgermeister Rouven Kötter. Ihm schlossen
sich die Vertreter der vielen Ortsvereine an. Das kleine Programm endete mit verschiedenen
Ehrungen, die unter dem Motto: "Pech und Pannen" standen. Miri und Vonni ehrten
Holger, Thorsten, Olli, Aggi und Timo für einige kuriose "Unfälle" und Krankheiten.
Diese entstanden des öfteren auch im alkoholisierten Zustand, allerdings schwiegen
die meisten Geehrten zu den Details. Eine Überraschung gab es noch für den Olli,
in einer Laudatio würdigte Vonni seine Verdienste rund um den Bauwagen (was er
aber eigentlich gar nicht so mag). Sichtlich gerührt nahm er den goldenen Bauwagen
entgegen. Beim gemütlichen Teil wurde bis tief in die Nacht ausgelassen getanzt
und gefeiert.
Fazit:
Ein solches Fest kann nur eine starke Gemeinschaft
planen und durchführen. Die vielen lobenden Worte von Gästen bescheinigten uns
wieder eine tolle Veranstaltung. Und auch wir waren stolz auf die Resonanz, den
"Besuchermassen" und die Stimmung. Ein Fest für Jung und Alt das war das Ziel
und es scheint uns wieder gelungen zu sein.
Vielen Dank an unsere Gäste, die
wieder sooooo zahlreich erschienen sind. Ihr überrascht uns immer wieder. Wir
hoffen es hat Euch genauso gefallen wie uns!!! Den Anwohnern des Tanzhofes möchten
wir an dieser Stelle auch noch mal danken. Vielleicht auf ein Neues in fünf Jahren...

Aus der Helferfeier wurde dann ein regelrechtes Kirmestrainingslager. Exakt eine Woche vor der Kirmes, luden wir alle Helfer in die Brücke ein. Und manchmal gibt es eben Tage da passt alles und genau so ein Tag war der 11. Oktober. Diese rauschende, lange, laute, stimmungsvolle und vor allen Dingen "geile" Helferfeier werden wir alle nicht so schnell vergessen…
Bei der Kirmes 2008 beendeten wir eine Ära, mit einem weinenden und einem lachenden
Auge sagten die Kirmesburschen und Kirmesmädchen vom Bauwagen nach 10 bzw. 5 Jahren
Adios. Es fiel natürlich vielen von uns nicht leicht diese Ära zu beenden, denn
wir waren immer mit viel Spaß und Engagement bei der Sache. Doch auch wir sind
ein wenig ins Alter gekommen, die meisten zählen nun zu den Ü30igern und sind
damit aus dem eigentlichen "Burschenalter" lange heraus. Doch die Kirmestage in
Berstadt sind selbstverständlich nicht aus unseren Terminkalender verschwunden
und wir waren an allen Kirmestagen vertreten.
Wir haben eine Ära beendet,
jedoch nicht die Tradition, unsere Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern.
Am Kirmesfreitag stellten wir zum letzten Mal den Kirmesbaum, hierfür hatten wir
extra ein Plakat mit dem Text "Es war uns eine Ehre" anfertigen lassen. Eine spezielle
"Uniform" für 2008 gab es allerdings nicht und so wurden die alten "Uniformen"
herausgeholt. Daraus wurde ein schöner bunter Haufen mit Burschen und Mädchen.
Apropos bunt, der nicht unumstrittene Kirmesbaum wurde 2008 nicht von uns gestrichen,
sondern wir gaben Kindern aus Berstadt die Möglichkeit ein ganz besonderen Kirmesbaum
zu kreieren.
Am Samstag spielte die Band "Simply Good" auf und die Halle war
gut besucht, auch dank einer 40-köpfige Abordnung aus Friedigerode (Gewinner dolles
Dorf 2008). Als der Blasmusiknachmittag am Sonntag fertig war, fuhren wir in die
Bauernstub nach Wölfersheim. Die Brücke hatte dieses Jahr leider über die Kirmes
geschlossen. Und eins steht seitdem fest: Keine Brücke - Keine 100%ige Kirmes
Nach einem Weckruf am Montagmorgen, bei dem auch einige "ehemalige" Kirmesburschen
teilnahmen, ging es in die Halle. Zum Frühschoppen mit den Dünsberg Buam hatten
die Vereine eingeladen. Da unser Kirmesfreibiermoderator Mac beruflich verhindert
war, mussten dies Timo Hahn und Oliver Wolf übernehmen. Zur "After-Party" ging
es nach Utphe zur "Hertha".

Eine milde Lange Nacht gab es 2008, natürlich nur vom Wetter her. Die Temperatur kann man auch immer an dem Getränkeverbrauch messen (2008: weniger Glühwein, mehr Bier). Wie mittlerweile in Festjahren üblich, gab es wieder Würstchen. Als Premiere schaute dieses Jahr auch der Nikolaus vorbei. Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung.

Ein gemeinsames Silvester scheint wohl nur noch ein Traum zu sein, quer verstreut feierten wir ins neue Jahr.
2009
- Das Wandern ist des Bauwagens Lust
(oder: "Des wurd aber auch Zeit")
Eine neue "Aktion" hat sich der Bauwagen gleich zu Beginn des Jahres einfallen lassen, denn am 10.01.2009 machten wir uns zu unserer ersten Winterwanderung auf. Es hat mal wieder alles gepasst: sehr viel Schnee, herrlicher Ausblick, trockenes Wetter, feuchte Kehlen und jede Menge Spaß. Die Wegstrecke ging von Berstadt über den Wölfersheimer See hin zum Anglerheim und zurück in den Berstädter Hof. Die Versorgung unterwegs war perfekt organisiert und es gab so manche Rast. Die Winterwanderung könnte das Zeug dazu haben, ein fester Bestandteil im Januar zu werden. Aber das Kaiser-Wetter von 2009 zu toppen ist fast unmöglich…
Bei der Faschingssitzung wurde erstmalig der Bauwagen aufs Korn genommen. Der Sitzungspräsident Stephan Musch höchstpersönlich berichtete von einer allzu unchristlichen Lebensweise, welche der Bauwagen führen würde. Wir halten das natürlich nur für ein Gerücht :-).
Am 1. Mai machte sich eine Truppe wanderfreudiger BWler auf nach Wohnbach, Södel und Wölfersheim. Der Rest (oder sagen wir die "Gemütlichen") besuchte erst die Veranstaltung des BCV am Tanzhof und folgte dann per wemobil nach Wölfersheim.
Die Vereine aus Berstadt luden am 05. und 06. September wieder einmal zum Dorffest auf den Tanzhof ein. Bei herrlichem Wetter konnte ausgelassen geschlemmt und gefeiert werden. Die Mitglieder des Bauwagens versuchten erneut an beiden Tagen den obligatorischen Rundgang einigermaßen zu überstehen, was uns aber wieder gut gelang. Eine Neuerung gab es am Samstag bei den Fliegern, hier konnte man eine Hochzeit planen und organisieren lassen und am Sonntag öffnete erstmals die Trinkhalle am Platz (Insider).
Im Sommer heirateten Jacqueline und Sascha und es war das volle Programm angesagt. 2 Junggesellenabschiede, einen Polterabend und eine große Hochzeitsfeier. Wir kamen also aus dem feiern gar nicht mehr raus. Es war eine schöne und gelungene Hochzeit. Lustig anzusehen ist es immer, wenn sich unsere "Chaoten-Truppe" fein rausputzt und die Anzüge, Kostüme und Krawatten auspackt :-).
Nichts Erfreuliches gibt es über unsere "Kegelabteilung" den Pidschedapplern zu berichten. Der "Spielbetrieb" ist leider mittlerweile größtenteils eingestellt. Letztlich bleibt uns nur die Hoffnung auf mehr Interesse am "Kegelsport" und dadurch vielleicht eine Wiederbelebung der Aktivitäten auf der Asphaltbahn.
Nachdem wir im letzten Jahr unsere Aktivitäten bei den Kirmesburschen/mädchen einstellten, zeigte sich schnell das Interesse der Berstädter Jugend diese Tradition fortzuführen. Umso erfreuter waren wir das sich eine stattliche Zahl an Jungs und Mädels zusammen gefunden hat, um die Kirmesburschentradition in Berstadt nicht sterben zu lassen. "Des wurd aber auch Zeit" war der Slogan der "Neuen", nachdem wir das "Amt" über 10 Jahre inne hatten wurde es wirklich Zeit. Es war die richtige Entscheidung für uns aufzuhören und das Zepter an die Jugend weiterzugeben. Die Kirmes 2009 kann man wieder als Erfolg bezeichnen, der Freitag war übermäßig gut besucht und die restlichen Tage auf dem hohen Standard der vergangen Jahre. Die Kirmesveranstaltungen der Nachbardörfer haben meist einen stetigen Zuschauerrückgang zu verzeichnen, umso beachtlicher ist da im Vergleich die Berstädter Kirmes. Selbstverständlich waren wir auch wieder kräftig dabei und zahlreich an allen Tagen vertreten. Die Kirmesdisco gestaltete Stefan Bauer vom Goliath Sound System und sorgte auch bei dem "älteren" Semester für gute Stimmung. Am Samstag gab es Musik von der Band "Simply Good" und am Familiensonntag spielte traditionell das Blasorchester des TV06 auf. Nachdem die Fischerin vom Bodensee und die Vogelwiese als Zugabe den Auftritt beendeten, ging es in die Brücke. Es war wieder eine 100%ige Kirmes, denn die Brücke hatte offen, dort feierten wir gemeinsam mit den Kirmesburschen und mädels. Der Montag begann dort, wo der Sonntag endete. Gut gestärkt pilgerten wir von der Brücke in die Halle. Die "Nautnutze" (Nixnutze) spielten erstmalig an der Kirmes in Berstadt und die Beiden sorgten für ausgelassene Stimmung. Wir präsentierten uns in den neuen schwarzen BW-Shirts. Zum Kirmesausklang ging es nach einem langen Montag in die Brücke.
Die Lange Nacht 2009 war gleichzeitig ein Jubiläum, denn es war die zehnte am Bauwagen. Leider vermissten wir einige Stammgäste, aber das Wetter spielte auch nicht so wirklich mit. Das merkte man auch an den 30 Litern heißen Ebbelwoi, die relativ schnell leer waren. Erfreulich waren die vielen jungen Gesichter: die Kirmesburschen- und mädels und unsere Bauwagennachbarn vom BKJ. BKJ ist übrigens Berstadts Klotzer Jugend und die "hausen" in einem Garten gegenüber vom Bauwagen. Ein Ende der Langen Nacht ist auch nach 10 Jahren nicht in Sicht und so lange die Veranstaltung weiter so gut angenommen wird, bleibt sie ein Bestandteil des Bauwagens.

An Silvester waren wir wieder einmal verstreut. Einige feierten beim Thorsten, ein paar im Berstädter Hof und der Rest bei Stübers im Partyraum. Der Abend bei Stübers war geprägt von Nüssli, Spielen wie "Mario säuft" und später raus von einer Techno Stunde. Mehr wird nicht verraten.
2010
- Fronleichnam Revival
(oder: "Lange Nacht LIVE")
Nach der kompletten Einstellung des Kegelsports am Bauwagen, scheint sich das Wandern als neue Trendsportart durchzusetzen. Am 30. Januar stand die zweite Winterwanderung auf dem Programm. Das Wetter spielte größtenteils mit und wir hatten auch wieder Schnee. Dieses Jahr kam aber ein rauer Wind hinzu, der das Laufen im Schneegestöber nicht unbedingt angenehmer machte. Auf dem Weg zum Laternchen in Inheiden, blieb ausreichend Zeit für Stärkungen und wer Glück hatte, konnte sogar eine Rindswurst ergattern :-). Am Vatertag pilgerten wir nach Echzell zur Feuerwehr und im Dezember liefen wir zum Utpher Weihnachtsmarkt.
Früher gab es bekanntlich an Fronleichnam einen festen Termin im Kalender des Bauwagens, nämlich die legendäre Pool Party bei Koppes im Garten. Von 1998 bis 2003 wurden legendäre Partys gefeiert. Dani startete 2010 ein Revival und wir waren alle wieder da. Bei brütender Hitze wurde ausgiebig gefeiert. Gerne mehr davon, wir sind bereit… :-)

Aus dem Familienbuch des Bauwagens gibt es auch wieder Neues zu berichten. Für männlichen Nachwuchs sorgten Janina & Peter und Jaci & Sascha, Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die neuen Bauwagenmitglieder. Im Bund der Ehe sind nun Vonni und Thorsten, groß gefeiert wird erst nächstes Jahr. Die Junggesellenabschiede haben beide erfolgreich absolviert, obwohl dem Thorsten die große Anspannung anzumerken war :-).
Einen unvergesslichen Abend erlebte die Bauwagencrew unter den Linden am Tanzhof. Der Gesangverein lud zu seinem Weinfest ein. Es war eine herrliche Feier in aller bester Weinlaune.
Über die Kirmes gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, da wir ja nicht mehr an der vordersten Front stehen. Erfolgreich und gut besucht war sie aber allemal. Und die "neuen" Kirmesburschen- und mädchen haben sich etabliert, weiter so…
Die elfte Auflage der Langen Nacht hatten wir etwas "aufgepeppt". So konnten wir eine Bläsertruppe organisieren, welche mit hausgemachter Weihnachtsmusik für die richtige Atmosphäre sorgte. Neben dem bekannten Fette-Brot gab es auch heiße Waffeln, sie gingen weg wie warme Semmeln (hört sich komisch an, war aber so :-) ). Kleine Anmerkung: Im Bauwagen hat es noch nie so gut gerochen. Und Schnee hatten wir auch mal wieder, so konnten wir uns im Winterwunderland rund um den Bauwagen auf das große Fest einstimmen. Nach anfänglichem Zögern war die Lange Nacht auch in diesem Jahr wieder hervorragend besucht.
Zu
Silvester nur ein passendes Zitat aus Dinner for one:
"The same procedure
as last year? - The same procedure as every year"
2011
- Ein Jahr im Zeichen des Familienbuches
(oder: "Still ruht der Bauwagen")
Der Bauwagen
wurde im Jahre 2011 kaum noch genutzt. Ich habe ganze drei Veranstaltung gezählt
(Ollis Geburtstag und Junggesellenabschied und natürlich die Lange Nacht). Das
heißt natürlich nicht das wir von der Bildfläche verschwunden sind. Nur scheinbar
ist so ein rustikaler Veranstaltungsort wie der Bauwagen nicht mehr so "in" für
uns "alte" Säcke (zumindest der Großteil hat die 30er Schallgrenze überschritten,
manche sogar schon die 40).
Dafür vermählen und vermehren wir uns kräftig
und viele bauen ihr eigenes "Nest". Derzeit entsteht im Norden Berstadts ein "Bauwagen-Viertel"
:-). Das Familienbuch des Bauwagens hat auch 2011 wieder jede Menge zu berichten.
Drei Hochzeiten standen an und drei Neumitglieder durften wir begrüßen. Den Anfang
mit den Hochzeiten machten Janina und Peter, dann folgten Sabine und Olli und
kirchlich heirateten noch Vonni und Thorsten. In der Abteilung "Bauwagennachwus"
begrüßen wir Lilli Klaus, Samantha Tauber und Emilja Dippel.
Und so zählen
die vielen Junggesellenabschiede und Hochzeiten auch in der Kategorie "Feiern"
zu den Highlights in 2011. Und der Spruch "wehe, wenn sie losgelassen" passt auch
noch ganz gut, denn wenn wir mal alle zusammen "auftreten" ist für gute Stimmung
gesorgt. Das hat man auch auf dem ein oder anderen Junggesellenabschied eindrucksvoll
bewiesen.
Zum Dorffest und zur Kirmes gibt es aus Sicht des Bauwagens
nichts Erwähnenswertes zu berichten. Die Traditionsveranstaltungen in Berstadt
zählen immer noch zu den geselligen Highlights, das zeigen auch die stetig guten
Besucherzahlen.
Die Lange Nacht machte 2011 seinem Namen alle Ehre. Viele
Besucher blieben länger, als sie sich das vorgenommen hatten. Aber so soll es
ja auch sein :-). Heißer Ebbelwoi, Glühwein und frische Waffeln, dazu ein Lagerfeuer
und Weihnachtsklänge der "Bläser" sind das Rezept für eine erfolgreiche Lange
Nacht. Eine würdige Veranstaltung vor dem heiligen Abend.
Fortsetzung folgt....
© 2012 Oliver Wolf, www.bauwagen-berstadt.de